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Powermac G3 Blue&White

Codename: Yosemite Kosenamen: Tuppermac oder Schlumpf

Der Nachfolger des "PowerMacintosh G3 Beige" setzte das von Steve Jobs mit dem ersten iMac eingeläutete Design fort und erhielt, neben der Verbesserung der inneren Werte (Firewire, 100-MHZ-Systembus, mehr RAM möglich, DVD-Laufwerk) das typische "Tupper"-design und die bis zu den letzten PowerMac G4 verwendete Gehäuseform. Den "Tupper"-G3 gab es in Geschwindigkeiten von 300/350/400/450 MHZ. Sein Gehäuse setzte mit der einfach aufklappbaren Gehäuseseite Maßstäbe für leichte Erweiterbarkeit.

Die Hauptplatine (motherboard) bot Platz für vier RAM-Module (PC100 DIMM, mit mindestens 100MHZ), standardmäßig belegte ein 64MB-Modul bereits einen der vier Plätze. Der Maximalausbau unterstütze 1GB RAM. Durch die aufklappbare Gehäuseseite konnten die RAM-Module in wenigen Sekunden mit einem Handgriff direkt eingebaut werden.

Vorsicht! Die erste Revision hatte Schwierigkeiten mit nachgerüsteten Festplatten am internen ATA-Controller. Für die meisten größeren Festplatten muß eine PCI-Controller-Karte nachgerüstet werden, weil es sonst zu Datenverlusten kommen kann. Ursache: Ein defekter IDE-Controller (401), der in der zweiten Revision des Rechners durch eine korrigierte Version (402) ersetzt wurde. Die "Schwierigkeiten" treten häufig auch mit den Originalplatten auf, wenn man MacOS X verwendet. Folglich sollte man, wenn man einen blauweißen G3 mit OS X betreiben will, IMMER eine IDE-Controller-Karte (PCI) nachrüsten.

Der BlueAndWhiteG3 (auch kurz B&W G3 genannt) konnte mit relativen einfachen Mitteln übertaktet werden. Der entsprechende G3-Prozessor (PowerPC 750)konnte fast immer um 50 MHz übertaktet werden, in selteneren Fällen auch um 100 MHZ. Es war auch möglich, den 100MHZ-Systembus zu übertakten, auch wenn dies leider nicht so zuverlässig und erfolgreich funktionierte (z.B. 116 bzw. 120 MHz). Um den Prozessor bzw. den Systembus zu übertakten, musste man lediglich auf dem leicht zugänglichen Motherboard ein oder zwei Jumper umstecken.

Anschlüsse und Schnittstellen

Der B&W G3 besaß im Gegensatz zum ersten iMac sowohl einen "alten" ADB-Port (zum Anschluss von Tastatur, Maus und anderen Geräten) als auch bereits zwei USB- und zwei FireWire-Ports. Im Vergleich zu den Vorgängern - dem PowerMac G3Beige - stellte der B&W dem Anwender einen zusätzlichen PCI-Steckplatz zu Vergügung. Es waren somit insgesamt vier PCI-Steckplätze vorhanden. Ein 32-bit 66MHz PCI-Steckplatz, den die bereits eingebaute ATI Rage 128 Grafikarte mit 16MB Speicher belegte, und drei weitere, freie 64-Bit/33MHz PCI-Steckplätze. Die ATI-Grafikarte führte einen VGA-Anschluss nach außen, der ehemalige proprietäre Apple-Monitor-Anschluss war nicht mehr vorhanden. Für die Festplatten waren Ultra-ATA33 Anschlüsse an dem integrierten ATA-Controller vorhanden. Standardmäßig waren je nach Revision und Modell 6-12 GB Festplatten eingebaut. Die integrierte Soundkarte erlaubte sowohl Audio-Out und Audio-In in 16-bit Stereo mit den typischen Klinken-Anschlüssen. Bei den ersten Modellen war das integrierte Modem mit 56Kb/sec noch optional, bei späteren Modellen waren es standardmäßig vorhanden. Die integrierte Ethernet-Karte unterstützte 10 und 100 MBit/sec Base-T. Als optisches Laufwerk gab es je nach Modell 32xCD-ROMs, ein optionales DVD-ROM oder aber auch im Spitzmodell ein DVD-RAM als Built-to-order (BTO) Option.

Ein Floppy-Laufwerk wurde nicht mehr im B&W verbaut, ebensowenig waren die seriellen Anschlüsse - für LocalTalk, Drucker, etc. - oder ein auf der Hauptplatine (motherboard) integriertes SCSI vorhanden.

Verweise


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Zuletzt geändert am 05.10.2006 13:01 Uhr (3 Besuche)

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