Beschreibung

Das "Musical Instruments Digital Interface" dient zur standardisierten Verbindung von Geräten, die musikalische Informationen austauschen wollen (Keyboards, Klangerzeuger, Computer usw.) mittels digital übertragener Daten auf Basis einer seriellen Schnittstelle. Weitere Informationen siehe Begriff MIDI in der Wikipedia.

Geschichtliches zu MIDI

Der Vorreiter als Musik-Computer war der Atari ST, der von Anfang an eine MIDI-Schnittstelle eingebaut hatte, weswegen sich hierfür schnell ein vitaler Markt an Software etablierte. Gegen Mitte der 1990er Jahre lief der Mac ihm aber den Rang ab, da er ebenfalls auf dem Motorola 68000 Prozessor basierte und sich die für Atari verfügbare Software leicht für den Mac (weiter-)entwickeln ließ. Demgegenüber hatten die Anbieter lange zu kämpfen, um ihre Programme auch auf Windows-Rechnern stabil zum Laufen zu bekommen, da dort wesentlich mehr Probleme bei der Umsetzung solch zeitkritischer Funktionalitäten auftraten.

Die klassische MIDI-Anwendung ist sicherlich der "Sequenzer", mit dem sich Musik in Form von MIDI-Informationen komponieren und arrangieren sowie anschließend per MIDI abspielen lässt. Bereits der Atari konnte die Ansteuerung von einem oder mehreren Klangerzeugern (Synthesizer, Expander usw.) gut leisten. Im Zuge leistungsfähiger werdender Computerhardware kamen aber neue Funktionen hinzu, hier zuallererst das Harddisk-Recording und damit der Beginn von Digitaler Audio-Signalverarbeitung, später dann die vollständige Ersetzung ganzer Synthesizer, Mischpulte usw. durch entsprechende Softwaremodule. Der Trend geht also hin zum Computer-basierten Tonstudio, während viele Hardware-Komponenten unnötig werden. Insofern nimmt auch die Bedeutung der MIDI-Schnittstelle ab, jedoch ist MIDI wegen der damit verbundenen Keyboards, Mischpult-Automationen und Effektgeräte noch längst nicht aus dem Musikeralltag wegzudenken.

Hardware

Damit ein Computer mit MIDI-Geräten kommunizieren kann, braucht er selbst ein MIDI-Interface. Am Mac wurden solche Interfaces früher über die serielle Schnittstelle angeschlossen, heute ist USB und z.T. auch Firewire üblich. Mindestens eine MIDI-In- und eine MIDI-Out-Schnittstelle ist erforderlich, um MIDI-Daten empfangen und senden zu können - pro Schnittstelle können 16 verschiedene Stimmen in Klangerzeugern gleichzeitig angesprochen werden. Um diese Zahl zu erhöhen, haben heutige MIDI-Interfaces oft zwei, vier oder gar noch mehr MIDI-Schnittstellen, die unabhängig voneinander per Software gesteuert werden.

Hersteller von MIDI-Interfaces

Bildunterschrift: Serielles MIDI-Interface MIDISTRIP von Music Quest

Software

Neben den o.g. Sequenzern gehören Sound-Editoren (Klänge von Synthesizern am Computer visuell bearbeiten) und Bank-Loader (Verwaltung und Transfer kompletter Synthesizer-Soundbänke) zu den bekanntesten MIDI-Anwendungen. Der einfachste Weg eine MIDI Datei am Mac wiederzugeben, geht über QuickTime. Der QuickTime Player kann MIDI-Formate (Karaoke MIDI, Standard MIDI und General MIDI) importieren.

MIDI-Software

Kategorie
Audio

Zuletzt geändert am 06.01.2006 16:28 Uhr von Macist (1 Besuche)

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