Beschreibung

Der NeXTCube kam ab September 1989 in den Handel und war ein würfelförmiger Computer der Firma NeXT. Im Oktober 1988 stellte Steve Jobs den ersten NeXT Computer in San Francisco vor.

Inhalt

  1. 1. Das Konzept
  2. 2. Galerie
  3. 3. Verweise

1.  Das Konzept

The Cube - dies könnte der Name einer Avantgarde-Rock-Band sein, ist aber - der Name eines Computers. Nichts war zu der Zeit, als er herauskam, in puncto Design und Innovation auch nur annähernd vergleichbar. Zu dieser Zeit haben schon alle ihre Word-Dokumente unter Windows geschrieben, die damals allgemein völlig unbekannten Server dümpelten auf ihren diversen UNIX-Varianten herum, und die Macianer hielten sich für was Besseres. Daneben gab es noch die HighEnd-Boliden von Crosfield, Scitex, Hell & Quantel, die allesamt nur Bilder konnten, zwar rasend schnell und mit Tausenden von Funktionen, aber für den gemeinen Anwender ebenso unbezahlbar wie - unbedienbar.

Der Cube fängt eigentlich beim Logo an, einem Kubus mit den Farben Rot, Magenta, Grün und Gelb. Entworfen hat ihn Paul Rand und damit ein ebenso ästhetisches wie programmatisches Stück Grafik erschaffen. Das Konzept zieht sich vom Motherboard über das Magnesiumgehäuse von Cube und Maus hin zur grafischen Oberfläche, die in ihrer Art tatsächlich einmalig war. Der Cube war als eine Black Box konzipiert, von der ein Anwender nichts zu wissen brauchte.

Die Umsetzung

Der erste Eindruck war verblüffend. Schon die Tastatur hatte überhaupt keine F-Tasten, was viele ungewohnt fanden. In das Gehäuse wurden damals brandneue Magneto-optische Medien mit 256 MB Kapazität geschoben, der ursprüngliche Cube besaß keine Festplatte (diese war aber nachrüstbar). Alle Geräte waren rabenschwarz, inklusive Monitor, Drucker und Scanner. Völlig neuartig war auch die standardmäßig mitgelieferte Soundbox, über die Musik, Film und auch Signale des Systems wiedergegeben wurden. Wenn der Drucker stehen blieb auf Grund von Papiermangel, erklang eine Frauenstimme mit den Worten "Der Drucker hat kein Papier mehr."

Steve begrüßte seine neuen Jünger via Voice-Mail im O-Ton. Die Fraktale waren die schönsten weit und breit, Mathematica lief, Illustrator mit grafischer Vorschau, ein Novum auch dies und für Macianer damals (R) nicht verfügbar. Der Cube konnte PostScript-Dokumente ohne die Anwendung, die es erzeugt hatte, darstellen und wurde von mancher Druckerei speziell für Softproofs angeschafft. Nur hier konnten zu dieser Zeit - ohne CDs - Videos ohne Ruckeln im Vollbildmodus abgespielt werden. Mittels des neuen Objective-C konnten objektorientierte Anwendungen geschrieben werden - der Vorläufer des heutigen Cocoa.

Der Hype

Die Leute liefen mit Cube-Shirts herum, andere mit knallbunten Fraktalen. Installer-Sessions liefen bis in den Morgen. Auf einer Messe wurde ein pink lackierter Cube gezeigt. Das WWW entstand auf einem Cube, als Tim Berners-Lee am CERN in Genf die Grundlagen für das Internet ersann. Viele hatten sich Tastatur & Maus solo geholt, als Vorgeschmack auf das Traumsystem. In Wissenschaft und Technik war NeXT sehr beliebt. Manche hatte das "NeXTStation has landed"-Plakat hängen.

Die Oberfläche

Technische Basis der Bildschirmdarstellung war Display PostScript, was eine erheblich bessere und genauere Wiedergabe ermöglichte als das von Apple benutzte QuickDraw. Die Qualität der Schriftendarstellung war industrieweit führend. Die Logos waren eines schöner als das andere.


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2.  Galerie

Die Crew


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Das Gründungsteam


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Steve Jobs

Avie Tevanian


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Jean-Marie Hullot

Bilder vom Cube

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3.  Verweise

Kategorie
Hardware, Historisches

Zuletzt geändert am 22.08.2006 08:52 Uhr von Walljet (8.123 Besuche)

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