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Allgemein

VideoCD oder VCD ist ein Standard für das Speichern von Videodaten auf einer Compact Disc, um sie auf speziellen Wiedergabegeräten (VCD-Playern, CD-i-Playern und den meisten DVD-Playern) in Verbindung mit einem Fernsehgerät oder auf Personal Computern abzuspielen.

Die VCD ist ein Standard aus dem Jahre 1993 und wurde von einem Konsortium japanischer Elektronik-Hersteller definiert. Vor allem im asiatischen Raum ist dieses Format nach wie vor weit verbreitet. Dort findet man viele offizielle Titel in diesem Format vor, weil sie erschwinglicher als DVDs sind und auch die Produktion günstiger ist. VCDs sind vom Datenträger her handelsübliche 650 bzw 700 MB CD-Rs. Der VCD Standard ist kompatibel mit, vor einigen Jahren meist von Philips angebotenen, CD-i-Playern. Jahre bevor die DVD auf dem deutschen Markt eingeführt wurde, gab es in diesem Format bereits Filmtitel im Handel und Videotheken. Meist im Bundle mit CD-i abspieltauglichen Geräten wie seinerzeit dem Sega Saturn etc. Da VCD offizieller Standard nach dem WhiteBook war, dürfen sie auch das offizielle Compact Disc Logo tragen.

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Die SVCD ist eine Weiterentwicklung des VCD Formates und unterscheidet sich von dieser vor allem durch eine verbesserte Bildqualität. Eine SVCD enthält im Normalfall 40-55 Minuten Filmmaterial (knapp 800 MB) auf einer gewöhnliche CD mit "700" MB (im Mode2 Form2 Format gebrannt paßt das drauf). Die Videodaten auf SVCDs liegen in einer größeren Auflösung als auf einer VCD vor und werden im Gegensatz zum VCD Format nicht als MPEG1, sondern als qualitativ besseres MPEG2 kodiert und dürfen auch zwei Tondateien (multilingual) enthalten.
Im Gegensatz zur VCD ist die SVCD jedoch kein eingetragener CD Standard und darf deswegen nicht das Compakt Disc Logo tragen.

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Alle (S)VCDs bestehen immer aus mindestens 2 Tracks. Track 1 wird im ISO 9660-Format gebrannt und ist im Finder sichtbar. Dieser ISO-Track enthält die Steuerinformationen. Track 2 (und evtl. weitere) enthalten den Videostream. Der Track mit dem Videostream wird im Mode 2 Form 2-Modus gebrannt. Dadurch kann die komplette Blockgröße von 2352Byte für die Videospeicherung verwendet werden, was dazu führt, dass ein 700MB-Rohling knapp 800MB Video speichern kann. Allerdings kann dieser Track nicht ohne Hilfsmittel vom Mac OS gelesen werden.

Spezifikationen

VCD

VCDs beruhen auf dem MPEG1 Standard.
- 352 × 288 Bildpunkte PAL 25 Bilder pro Sekunde
- 352 × 240 Bildpunkte NTSC 29,97 oder 23,976 Bilder pro Sekunde
- 4:3 Seitenverhältnis des Videos (bei 16:9 mit "Balken")
- 1150 kbit/s konstante Bitrate für Video
- 224 kbit/s exakte Bitrate für Audio

SVCD

SVCDs beruhen auf dem MPEG2 Standard.
- 480 × 576 Bildpunkte PAL
- 480 × 480 Bildpunkte NTSC
- 4:3 Seitenverhältnis des Videos (bei 16:9 mit "Balken")
- eine variable Bitrate ist erlaubt
- AUDIO: MPEG1 Layer 2 mit 44.1 kHz, 224 Bit/sek
- Mono oder Stereo, zwei Sprachversionen sind möglich

Sonstige

Es gibt noch einige andere auf (S)VCD basierende Video-CD Formen wie MVCD, XVCD, CVD, RVCD etc. Die Erweiterung des VCD-Formates besteht hier darin, das man entweder eine höhere oder niedrigere Datenrate oder einer höhere oder niedrigere Auflösung für das Video benutzt, um so das letzte aus dem MPEG-Chips eines DVD-Players oder der Speicherkapazität eines Rohlings herausholen. Der Vorteil liegt darin, das man so entweder eine weit bessere Bildqualität oder eine längere Spielzeit als mit dem standardisierten (S)VCD-Format erhält. Der Nachteil ist, das diese Formate eben keinem definiertem Standard entsprechen und deswegen nur eine geringe Kompatiblität gewährleisten. Neuere DVD-Player spielen diese Zwischenformen meistens ab, jedoch eben nicht alle und vor allem viele ältere Player nicht.

(S)VCD am Mac

Unter OSX ist das abspielen und erstellen von VCDs kein Problem. Für das erstellen gibt es unzählige Programme und herangehensweisen. Unter anderem GNU VCD Tools, VCDGearX etc. Viele Wege führen nach Rom - hier die einfachsten und verbreitetsten.

(S)VCD erstellen

  • Toast: Es gib ein einfaches Plugin für QuickTime das eine Toast 5 Installation mit sich bringt. Wenn man also einen Film aus QuickTime (Pro) als Format "Toast Video CD" exportiert, entspricht das Ergebniss einem VCD konformen MPEG1. Man kann auch per drag & drop einen beliebigen QuickTime Film in Toast unter dem Reiter "Video->Video-CD" ziehen und Toast rechnet den File automatisch in das Format und brennt eine entsprechende CD. Man kann per drag & drop einen beliebigen QuickTime Film in Toast unter dem Reiter "Video->SVCD" ziehen und Toast rechnet den File automatisch in das Format und brennt eine entsprechende CD.
  • VCD Builder X: Hat man bereits ein (S)VCD konforme MPEG Datei vorliegen, greift man einfach zu dem Tool VCD Builder X. Innerhalb weniger Minuten erstellt dieses kleine Programm per drag&drop aus einer (oder mehreren) MPEG Datei(en) ein brennbares Image. (Wahlweise als CD-ROM XA Image datei oder als bin/cue Datei.) Im Gegensatz zu anderen Programmen zum erstellen einer SVCD ist es VCD Builder völlig egal, ob es sich bei dem vorliegenden MPEG um eines mit VCD oder SVCD Auflösung handelt, ob es in PAL oder NTSC vorliegt und ob das Material als M oder X SVCD komprimiert ist. VCDBuilderX macht aus jedem MPEG das den Minimum Vorraussetzungen der jeweiligen Formate entspricht, ohne erneute Konvertierung, brennbare Imagedateien und startet auf Wunsch Toast mit den richtigen Einstellungen
  • ffmpegX: Dieses Programm ist in der Lage aus allen möglichen Formaten (avi, vob, divX, mov) Filme in VCD, SVCD, XVCD und XSVCD zu komprimieren bis hin zur Erstellung brennbarer Disk Images

(S)VCD abspielen

Nichts einfacher als das. Abspiel Programme für den Mac sind VLC, MacVCD, FreeVCD. MacVCD gibt es sogar in einer Os 9 und einer OS X Version, kostet allerdings 19 $. Unter OS 9 können allerdings nur VCDs und keine SVCDs mit MacVCD wiedergegeben werden.
Das enthaltene MPEG File auf einer VCD kann auch mit dem MPlayer abgespielt werden. Bei VLC legt man die (S)VCD ein und geht dann im Menü "Ablage" auf den Punkt "Volume öffnen" wählt dort VCD aus und kann dann mit einem Klick auf den Play Button den Film am Mac starten.

Verweise

Q&A

Q: Wie kann ich cue/bin Dateien brennen ?
A: Toast beherrscht das Brennen von cue/bin Dateien ab Version 6. Wer noch mit Toast 5 arbeitet muss deswegen aber nicht ugraden, das Brenn Programm Firestarter FX ist Donationware und beherrscht ebenfalls das Format bin/cue oder man verwendet diese etwas aufwändigere Anleitung

Q: Wie kann ich den Inhalt einer (S)VCD auf die Festplatte kopieren ?
A: Wie schon oben beschrieben, kann das Mac OS den Track mit dem Videostream nicht lesen. Daher benötigt man ein Tool, das die "unlogische" Blockgröße von 2352Byte in logische 512Byte übersetzt. Zwei Tools helfen dabei:

  • das Programm VCDCopyX ist Freeware und kann den kompletten Inhalt auf die HD kopieren
  • Toast 6 kann bei im Brenner eingelegter VCD über das Markieren des Videotracks in der Disk-Info das MPEG auf die HD extrahieren

Q:Kann ich mehrere (S)VCD auch auf DVD brennen?
In der Regel und dem Standard entsprechend nicht. Die besondere CD-Struktur mit 2352 Byte-Blöcken einer (S)VCD läßt sich nicht auf einen DVD-Rohling brennen.
Die registrierte Version des Tools FFmpegX bietet allerdings eine Option s/vcd>dvd mit welchem sich VCD oder SVCD mpgs oder .bin images in ein DVD Format umwandeln lassen. Der Vorgang startet ein erneutes muxxen, samplen und authoring. ABER: Die Bildgröße bleibt z.B. unangetastet und da die SVCD Bildgröße nicht DVD kompatibel ist, weigern sich gut 30% aller Abspielgeräte eine so erstellte DVD zu erkennen und abzuspielen. Auf dvdrhelp.com gibt es eine Kompatiblitätsliste von Playern die dieses "dvd-vcd" bzw "dvd-svcd" Format unterstützen.

Kategorie
Hardware, Video

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Zuletzt geändert am 20.06.2007 14:02 Uhr (2 Besuche)

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