Beschreibung

Webmin ist ein Werkzeug mit dem man spielend leicht fast alle Dienste (Serverprozesse, Daemonen) in einem Unix-System verwalten, koordinieren und kontrollieren kann. Es ist modulbasiert und es gibt haufenweise Verwaltungsmodule, die bequem nachgeladen werden können.

Dank seiner einfachen Front-End-Gestaltung ist dieses Tool ein Web-Interface, welches zur Ausführung nur den Perl-Interpreter benötigt, der standardmäßig mit dem Betriebs-System im Verzeichnis "/usr/bin/" installiert wird. Die Arbeit tun dann CGI-Scripts die mit einem gängigen Web-Browser aufgerufen werden.

Webmin kann allerdings nur das, was man ihm bei der Arbeit an Befehlen mitteilt, so dass diese dann in einer Konfigurations-Datei abgespeichert werden. Selbständig arbeiten kann das Tool nicht und es kann auch nicht für uns das Denken übernehmen. Ein Grundwissen über gewisse Dienste ist deshalb weiterhin erforderlich. Webmin vereinfacht nur das Administrieren von Diensten, bringt Übersicht und man kann die Arbeit im Terminal reduzieren. Das waren wohl auch die Gedanken des Autors Jamie Cameron. Allerdings gibt es noch einen praktischen Vorteil, wenn mehrere Personen administrieren sollen. Man benötigt, wenn man mit Webmin arbeitet, kein Root-Rechte. Lediglich Rechte für das Paket, das man administrieren will, sind nötig. So könnte man einem Admin beispielsweise Rechte zur Verwaltung eines DNS-Servers geben, der im Terminal konfiguriert Root-Rechte benötigen würde.

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  1.   1.  Webmin-Dienste
  2.   2.  Installation
  3.   3.  Programm-Start
  4.   4.  Anmerkungen
  5.   5.  Verweise

1.  Webmin-Dienste

Die folgende Aufzählung führt einige Dienste auf, die mit Webmin verwaltet werden können:

  • Apache Webserver
  • BIND DNS-Server
  • Benutzer und Gruppen
  • CD-Brenner
  • CVC-Server
  • CRON
  • DHCP, wenn der entsprechende DHCP-Server da ist oder man dhcpd nachträglich installiert
  • SHELL
  • Datei-Manager
  • Druckerverwaltung
  • fetchmail
  • LDAP
  • MySQL-Server
  • Perl-Module
  • FTP-Server
  • PROCMAIL
  • SSH-Telnet
  • SSH-Server
  • SSL-Tunnel
  • SENDMAIL
  • POSTFIX
  • Mail-Filter (Spam)
  • Proxy-Server
  • Log-File-Verwaltung

Wenn man soviel Dienste benötigt, so würde jeder Dienst seine eigene Konfiguration im Terminal zur Folge haben. Das ist auch immer noch so, aber mit Webmin hat man es nur in einer Anwendung übersichtlich, bedienungsfreundlich und kostenlos unter einem Dach.

2.  Installation

Aktuelle Version: 1.260, kann auch über versiontracker.com geladen werden.

Die Installation ist dann nicht weiter schwierig und ist mit maximal 4 Schritten abgetan (5 Schritte wenn man das Öffnen des Terminals mitzählt). Diese Beschreibung behandelt NICHT die Installation via Fink.

  • Terminal.app aus dem Ordner Applications/Utilities bzw. Programme/Dienstprogramme starten
  • Im Terminal wechselt man zum Pfad, wohin das Webmin-Archiv geladen wurde (in der Regel ist das bei Safari der Schreibtisch)
    [user@host]# cd Desktop oder cd ~/Desktop, sollte man beim Start des Terminals nicht in seinem Home-Folder landen
  • Dekomprimieren und Auspacken des Archivs
    [user@host]# tar -xzf webmin-1.150.tar.gz (auf entsprechende Versionsnummer achten)
  • In den Ordner mit den entpackten Files wechseln
    [user@host]# cd webmin-1.150 (auf entsprechende Versionsnummer achten)
  • Installieren. Dieser Schritt bedarf Root-Rechte
    [user@host]# ./setup.sh /usr/local/webmin

Der erste Teil startet das Installations-Skript, der hintere Teil gibt den Pfad an, in dem Webmin installiert wird. Dieser Pfad kann natürlich geändert werden. Er kann auch weggelassen werden, dann wird Webmin in das Standardverzeichnis installiert.

3.  Programm-Start

Anders als von Webmin angegeben, startet man einen Webbrowser und gibt http://localhost:10000/ ein. Dies erspart einem viele Stunden Fehlersuche. Benutzt man Webmin über ein Netzwerk, sollte man unbedingt Net::SSLeay zusätzlich installieren oder besser noch über einen SSH-Tunnel auf das System zugreifen. Es liegt natürlich auf der Hand, dass sich so Rechner bequem fernwarten bzw. über ein Netzwerk administrieren lassen

Läuft der Server kann man diesen im Terminal mit /etc/webmin/stop wieder stoppen. Gestartet wird er im Terminal mit /etc/webmin/start.

4.  Anmerkungen

Mit Webmin kann man sich schnell anfreunden. Viele der Dienste nutzt man unter Umständen nicht, aber die die laufen benötigen nur noch eine tägliche Begutachtung und mehr nicht.

5.  Verweise

  • Webmin Homepage (engl.)
  • Webmin für MacOSX installieren (engl.)
Kategorien
Internet, Server, Tutorials, MacGyver

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Zuletzt geändert am 18.08.2007 14:15 Uhr von Walljet (1 Besuche)

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