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Beschreibung

Beim Starten eines Macs (engl. Booten) wird als Ergebnis das Betriebssystem aktiviert. Vor diesem Prozess werden allerdings noch diverse andere Vorgänge ausgeführt, die durch die unten beschriebenen Tastenkürzel auch durch den User manipuliert werden können. Dies ist vor allem wichtig, wenn es zu Problemen mit dem Betriebssystem gekommen ist und dieses oder die Festplatten repariert werden müssen. Der Bootprozess wird durch die im BootROM befindliche Open Firmware und POST gesteuert. Dies gilt jedoch nicht für Intel-Macs, die diesen Vorgang mit Hilfe von EFI erledigen.

Unmittelbar beim Start des Rechners können durch diverse Tastenkombinationen verschiedene Modi gewählt werden. Siehe dazu: Tastenkombinationen beim Rechnerstart.

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  1.   1.  launchd ab Tiger
  2.   2.  Open Firmware
    1.   2.1  Nützliche Befehle
  3.   3.  Verweise

1.  launchd ab Tiger

Im Gegensatz zu init, welches am Ende des Bootprozesses alle anderen benötigten Prozesse startete, ist launchd in der Lage diese Prozesse parallel zu starten. Dadurch fallen ab Mac OS X 10.4 beim Start auch die Meldungen über den gerade gestarteten Prozess weg; stattdessen bekommt der Benutzer nun das WaitingForLoginWindow-Fenster zu Gesicht. Da diese "launch services" nun von einem Programm verwaltet werden, reduziert sich die Startzeit besonders auf langsamen Computern.

launchd verwaltet Prozesse sowohl für das System als auch für den individuellen Benutzer. Mit der Zeit können sich demnach auch viele Daemonen, Programme und Scripte dort anhäufen, die den Bootvorgang verlangsamen. Daher liegt es nah – entsprechenden Sachverstand vorausgesetzt – mit der Optimierung von launchd auch die Zeit des Bootvorganges zu minimieren.

2.  Open Firmware

OpenFirmware (IEEE 1275) ist eine auf Forth basierende BIOS-Spezifikation, die 1988 von Sun Microsystems veröffentlicht wurde und die unabhängig von verwendeten Prozessor und System funktioniert. Einsteckbare Geräte können dabei BIOS-Routinen beim System anmelden, die zumeist als F-Code abgelegt sind, einem Bytecode der Funktionen. Der Zugriff auf andere Geräte im System ist möglich über eine Laufzeitumgebung, die die Geräte in einer Art Baumstruktur verwaltet, die eine Menge von Attributen haben. Mit dem BIOS eines herkömmlichen PCs ist die OpenFirmware nicht zu vergleichen, da es sich um einen Forth-Interpreter handelt, der wie das Terminal über Shell-Befehle oder selbstgeschriebene Programme steuerbar ist.

OpenBoot bzw. die spätere OpenFirmware wird in Sun Microsystems' UltraSPARC-Architektur verwendet, und wurde mit der Einführung der PowerPC-Architektur auch für Macintosh Rechner übernommen. Desweiteren benutzen die Pegasos-I- und Pegasos-II-Rechner der Firma Genesi eine OpenFirmware. Über OpenFirmware können Hersteller von Zusatzgeräten die Programmierung so gestalten, dass sie unabhängig von der realen CPU sind. Im PC-Bereich mit x86-kompatiblen CPUs konnte sich OpenFirmware nie durchsetzen, dort wird die Firmware direkt im x86-Maschinencode geschrieben. Eine Implementation dieser Spezifikation ist OpenBIOS.

Die Open Firmware ist auch unter dem Namen Open Boot bekannt.

Im BootROM aktueller Macs (ab G4 und ältere iMacs) befindet sich neben anderen Programmen wie POST auch die Open Firmware. Die Open Firmware verwaltet das NVRAM (Non Volatile RAM), stellt ein CLI (CommandLineInterface) zu Verfügung. Mit dem gleichnamigen Unix-Befehl nvram manipuliert man übrigens auch die Open Firmware. Die Open Firmware hat die Aufgabe alle angeschlossenen Geräte zu lokalisieren und den sog. Device Tree zu erstellen. Außerdem werden die Tastenkombinationen, die man während des Bootvorgangs eingeben kann (z.B. -c- für das Starten von CD) durch die Open Firmware verwaltet.

Es ist möglich ein Passwort in die Open Firmware zu platzieren und somit den Rechner bereits vor dem Start des Betriebssystems zu schützen. Dieses Passwort kann allerdings unter MacOS9 wieder entfernt werden, schützt aber zumindest vor Eingaben der unten genannten Tastenkombinationen.

2.1  Nützliche Befehle

Den Mac im Single-User Modus Starten: beim Starten Apfeltaste + S gedrückt halten.

Dann kann man die Filesystem checken mit: fsck -f

und reparieren mit: fsck -f -y

danach tippt man: reboot

ein und startet den Mac somit neu.

Die folgenden drei Befehle nacheinander ausgeführt setzen den Rechner komplett zurück:

reset-nvram oder init-nvram
Setzt den NVRAM zurück.
set-defaults
Setzt Open Firmware zurück
reset-all
Reset und Rechnerneustart
eject cd
Wirft die CD heraus
shut-down
Schaltet den Rechner aus
bye oder mac-boot
Open Firmware verlassen und Betriebssystem booten
dev / ls
Zeigt installierte Hardwarekomponenten an

mac-boot: Startet den Rechner neu

3.  Verweise


Kategorien
Betriebssystem, Systemoptimierung

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Zuletzt geändert am 20.04.2009 21:37 Uhr von Walljet (9 Besuche)

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