Beschreibung

Ein RAID (Redundant Array of Independent Disks), also eine redundante Anordnung unabhängiger Festplatten, dient zur Organisation mehrerer physikalischer Festplatten eines Computers zu einem logischen Laufwerk, das eine größere Speicherkapazität, eine höhere Datensicherheit bei Ausfall einzelner Festplatten und/oder einen größeren Datendurchsatz erlaubt als eine physikalische Platte.

Man unterscheidet zwischen einem Hardware-RAID auf Basis eines speziellen Hardware-Controllers und einem Software-RAID, das die RAID-Verwaltung rein softwareseitig übernimmt.

In Mac OS X Server stellt Apple die RAID-Funktionalität auf Software-Basis heraus, mit dem Xserve RAID liegt zudem ein Hardware-RAID System vor. Allerdings kann eine Vielzahl unterschiedlicher Platten (IDE, SATA, externe USB und Firewireplatten, Partitionen etc.) auch unter dem normalen Mac OS X zu einem RAID-Verbund zusammen gefasst und beliebig gemischt werden. Dazu wird das Festplatten-Dienstprogramm oder für spezielle Fälle diskutil im Terminal bemüht.

Für größere Aktionen steht außerdem noch das Xsan-Filesystem zur Verfügung.

1.  RAID-Level im Apple-Umfeld

1.1  RAID 0 (striping, „in Streifen zerlegen“), ohne Redundanz

Diese Art ist eigentlich kein RAID, da die Redundanz fehlt. Allerdings entsteht durch das Stripping ein beschleunigter Dateizugriff, da die beteiligten Festplatten in zusammenhängende Blöcke gleicher Größe aufgeteilt werden und der Zugriff parallel stattfinden kann. Fällt in einem RAID 0 Verbund eine Platte aus, so ist die Rekonstruktion der verbliebenen Daten schwierig, da sie zum Teil auf der defekten Platte sein könnten. RAID 0 ist daher eher für Anwendungen für den kurzzeitigem Umgang mit großen Datenmengen zu empfehlen, z.B. für Video- oder Musikaufnahmen. Die Datensicherheit ist dabei andersweitig zu gewährleisten.

Praktisch ist ein RAID 0, wenn man z.B. ein großes Medium für die Datensicherung von Time Machine benötigt. Unter Mac OS X Server ist es möglich ein Time Machine Medium für viele Computer im Netzwerk zur Verfügung zu stellen, aber nur eins. Daher kann man mehrere Volumen zu einem RAID-Verbund zusammenfassen und per Time Machine zur Verfügung stellen.

1.2  RAID 1 (mirroring, „Spiegel“), mit mindestens zwei Festplatten

RAID 1 bietet eine hohe Ausfallsicherheit, da alle Daten stets identisch auf der gespiegelten Platte vorliegen. Da dies auch für korrupte Daten gilt, ist dieses RAID kein Ersatz für eine vernünftig geplante Datensicherheit. Jeder Benutzerfehler überträgt sich unmittelbar auch auf die gespiegelte Platte.

1.3  RAID 10

Seit Mac OS X 10.4 können verschiedene RAID-Level auch miteinander kombiniert werden, um die entsprechenden Vorteile einzelner Level zu nutzen. So kann man beispielsweise ein RAID 10 bauen indem man RAID 0 und 1 kombiniert (RAID 0 über mehrere RAID 1). Dadurch hat man die Sicherheit von RAID 1, kombiniert mit einer gesteigerte Schreib-/Lesegeschwindigkeit und benötigt mindestens vier Festplatten. Man hat allerdings – wie bei RAID 1 – nur die Hälfte der gesamten Festplattenkapazität zur Verfügung.

2.  RAID-Level in Verbindung mit einem Hardware-RAID

Rüstet man seinen Mac durch ein spezielles Hardware-RAID auf, so sind auch weitere RAID-Level möglich.

2.1  RAID 5

RAID 5 ist die beliebteste RAID-Variante, da sowohl der Datendurchsatz gesteigert als auch die Redundanz gewährleistet wird. Im Vergleich zu einem RAID 10 gehen nur ein viertel der gesamten Festplattenkapazität für die Redundanz verloren. D.h. mit vier 1 TB-Platten, stehen 3 TB zur Datennutzung und 1TB für die Redundanz zur Verfügung. Zudem liegen alle Daten auf allen Datenträgern vor, so dass nach Ausfall einer Festplatte, diese lediglich ersetzt werden muss und keine Daten verloren gehen.

3.  Verweise

Kategorie
Backup, Betriebssystem, Datensicherheit, Hardware

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Zuletzt geändert am 13.04.2008 09:29 Uhr von Walljet (7 Besuche)

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