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Beschreibung

Time Capsule (TC) ist eine 802.11n (inkl. Kompatibilität für 802.11b/g) Wi-Fi-Festplatte und AirPort-Basistation. Dabei handelt es sich um eine clevere Backup-Lösung, die Apple am 15. Januar 2008 vorstellte und die ab Ende Februar 2008 erhältlich war. Die AirPort Extreme-Basisstation wurde um eine eingebaute 500GB oder 1TB großer Server-Festplatte, die auch in Xserve-Servern zum Einsatz kommt, ergänzt. Via TimeMachine werden nun stationäre oder mobile Geräte per Ethernet oder WLAN drahtlos gesichert. Mit einer Time Capsule können mehrere Rechner gleichzeitig gesichert werden. Dies geschieht automatisch sobald ein Rechner mit dem drahtlosen AirPort-Netzwerk verbunden und Time Machine entsprechend konfiguriert wurde. Ein regulärer NAS-Zugriff ist ebenfalls möglich, da das Time Capsule Laufwerk und alle daran angeschlossenen Festplatten im Computer unter Freigaben erscheint.

Neben dem Mac, kann auch ein Windows PC mit Time Capsule umgehen, allerdings nur eingeschränkt. Es werden Windows-Dateifreigaben via SMB/CIFS unterstützt. Außerdem kann man seit März 2009 auf Time Capsule oder auf die externe Festplatte einer AirPort Extreme Basisstation über MobileMe zugreifen.

Time Capsule wurde am Anfang mit einer neueren Version des AirPort-Dienstprogramm (5.3) im Vergleich zum damaligen Betriebssystem (10.5.2) ausgeliefert. Die Firmware von Time Capsule ist aktualisierbar, die aktuelle Version ist die 7.5.2.

Seit März 2009 gibt es neue Time Capsule Versionen, die Dualband unterstützen (zeitgleiches Senden im 5 GHz und 2,4 GHz Band) und die es ermöglichen ein Gastnetzwerk aufzubauen. Man erkennt die neuen Geräte durch Überprüfen der Gerätenummern:

  • MB764Z/A - Time Capsule 500GB
  • MB765Z/A - Time Capsule 1TB

Inhalt (hide)

  1.   1.  Interne Festplatte
  2.   2.  Externe Festplatte
  3.   3.  Geräuschentwicklung
  4.   4.  Geschwindigkeit
  5.   5.  Tipps und Tricks
  6.   6.  Verweise

1.  Interne Festplatte

Laut Apple steckt in einer TC die gleiche Art von Festplatten wie auch in XServe-Servern zum Einsatz kommen. Diese wurden am Anfang fälschlicherweise als "Server Grade"-Festplatte bezeichnet. Richtig ist jedoch, dass Festplatten verbaut werden, die für eine längere Lebensdauer (MTBF - mean time between failure) und einen 24/7-Betrieb entwickelt wurden. Ein User, der die TC mal geöffnet hat, fand z.B. eine Hitachi 1 TB Deskstar 7K1000, Modell HDS721010KLA330.

2.  Externe Festplatte

An die Time Capsule lässt sich auch eine weitere externe USB-Festplatte anschliessen, die wie ein normales TC-Laufwerk im drahtlosen Netzwerk erscheint. Allerdings geht das nicht mit jeder beliebigen Festplatte. Ein mobiles Tough Drive Pro von Freecom bekam zum Beispiel nicht genügend Strom, mit einer strombetriebenen herkömmlichen USB-Festplatte ging es tadellos.

3.  Geräuschentwicklung

Im Vergleich zur AirPort Extreme-Basisstation, hört man ab und an das leise Laufen der eingebauten Festplatte. Diese schaltet sich aber nach kurzer Zeit aus, wenn kein Zugriff auf das Medium erfolgt. In einer normalen Umgebung, fallen die Geräusche kaum auf. Im Normalfall sollte die Festplatte aus sein, wenn man nicht darauf zugreift. Allerdings gilt dies nicht, wenn man mit Time Capsule verbunden ist und Time Machine beispielsweise ein Backup macht.

4.  Geschwindigkeit

Die Geschwindigkeit ist abhängig von der drahtlosen Anbindung. 100 MB-Daten wurden in einem Test in ca. 10 Sekunden über das WLAN kopiert, dabei war Time Capsule mit dem Computer via 802.n (5 GHz) verbunden. Die bekannte Einschränkung einer AirPort Extreme auf 20 MHz in Deutschland besteht nicht mehr und es wird die volle Kanalbreite ausgenutzt (bis 300 MBit/s).

5.  Tipps und Tricks

  • Zieht man nach der Freigabe das TimeCapsule-Ordnersymbol in die linke Geräteleiste des Fensters, so erscheint Time Capsule auch als blaues Icon auf dem Schreibtisch.
  • Das erste Initial-Backup dauert sehr lange, d.h. für 100 GB Daten kann man schon einmal über 15 Stunden warten. Durch Anschluss des Rechners über ein Ethernet-Kabel an TC (Gigabit-Ethernet) im Rahmen des ersten Backups, verkürzt sich diese Zeit deutlich. In dieser Zeit ist ebenfalls eine Verlangsamen des Rechners und der Internetverbindung zu merken, was bei späteren Backup-Prozessen nicht mehr der Fall ist.

6.  Verweise

Kategorie
Datensicherung, Hardware, Leopard

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Zuletzt geändert am 02.04.2015 14:57 Uhr von Christoph (4 Besuche)

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