Beschreibung

Omnis Studio ist eine objektorientierte 4GL-Entwicklungsumgebung die eine Rapid Application Development (RAD)-Entwicklung von Software für Mac OS X, aber auch für die Plattformen Windows und Linux bietet. Die hierbei erstellten Programme sind binär und cross kompatibel und müssen nicht erneut auf der jeweiligen Maschine kompiliert werden.

Der Omnis Web Client ist ein Netscape Plug-In oder ein Active-X-Modul, welche in eine HTML Seite eingebettet werden können. Die Business-Logik und der Datenbankzugriff einer solchen Rich Internet Application (RIA) genannten Applikation wird über den Omnis Server gesteuert.

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  1.   1.  Programmierung
    1.   1.1  Integrierte Entwicklungsumgebung
    2.   1.2  Datenbankzugriff
    3.   1.3  Schnittstellen
  2.   2.  Omnis Historie
  3.   3.  Verweise

1.  Programmierung

Die Erstellung der GUI erfolgt visuell und ist vergleichbar mit Programmiersprachen wie Visual Basic oder Delphi, ist im Unterschied dazu allerdings plattformunabhängig. Das Verhalten kann durch Methoden in zusätzlichen Objekten programmiert werden. Dazu steht eine Reihe unterschiedlicher Klassentypen bereit. Enthalten ist eine Reihe von vorgefertigten Funktionen, die durch überschreiben der vererbten Methoden angepasst werden können. Unter Verwendung des Omnis Plug-In lassen sich aufwändige RIA Applikationen erstellen. Eine interne "Notation" genannte Referenzierung erlaubt sogar das Erzeugen von selbstmodifizierenden Code.

1.1  Integrierte Entwicklungsumgebung

Omnis Studio kommt mit einer kompletten IDE, die es erlaubt die Projekte in einem integriertem Version Control System zu verwalten. Es sind keine zusätzlichen Umgebungen oder Tools notwendig.

1.2  Datenbankzugriff

Ab der Enterprise Version unterstützt Omnis Studio eine Reihe gängiger SQL Datenbanken wie Oracle, DB2, Sybase, MySQL, FrontBase mit nativen Treibern. Darüber hinaus wird auch ODBC und JDBC unterstützt.

1.3  Schnittstellen

Viele Schnittstellen sind bereits implementiert. Dazu gehören z.B. auf Windows Plattformen COM/DCOM sowie ActiveX. Seit Omnis Studio 4 gibt es eine Schnittstelle für Java Objekte. Für Protokolle wie HTTP, TCP, POP3 und SMTP werden native Omnis Befehle sowie Wizards zum Erstellen von Beispielcode mitgeliefert. Die Unterstützung von Web-Services (Client und Server) ist ab Version 4.2 möglich. Eine spezielle Version "Omnis Studio For SAP Solutions" erlaubt den Zugriff auf SAP_R/3 BAPIs und Remote Function Calls (RFC).

2.  Omnis Historie

  • 1979 gründeten Paul Wright and Geoff Smith die Firma Blyth Computer (später umbenannt in Blyth Software, dann in Omnis Software) in Wenhaston, Suffolk, in England und wurden zum ersten Apple Händler in East Anglia.
  • 1982 brachte Blyth das erste "Omnis"-Produkt auf den Markt, ein Datenbankentwicklungstool für den Apple II, entworfen von David Seaman. Die Firma wurde umbenannt in Blyth Software.
  • 1983/4 Omnis 3 wurde veröffentlicht, eines der ersten Cross-Platform Datenbank Entwicklungswerkzeuge für Apple Computer und IBM kompatible unter MS-DOS. Im Mai 1984 wurde Blyth Software Inc. gegründet und eröffnete Büros in San Mateo, Kalifornien.
  • 1985 nach dem Erscheinen des Apple Macintosh im Jahre 1984 wurde Omnis 3 Plus eingeführt, eines der ersten Datenbankgenerierungswerkzeuge für den Mac. Das englische Hauptquartier wurde nach Mitford House in Benhall, Suffolk verlegt.
  • 1987 folgte die Einführung von Omnis Quartz, eines der ersten GUI Datenbanken für Microsoft Windows. Die Blyth Holdings Inc. wurde gegründet und an der NASDAQ gelistet.
  • 1989 die Einführung von Omnis 5, eines der ersten plattformübergreifenden Entwicklungswerkzeuge für die Programmierung von Applikationen für Windows und Mac.
  • 1992/3/4 wurde in jährlicher Folge Omnis 7, Version 1, 2 und 3 eingeführt, eine integrierte Entwicklungsumgebung für Client/Server Zugriff auf viele Serverdatenbanken wie Oracle, Sybase und Informix.
  • 1997 wurde Omnis Studio Version 1 eingeführt, eine objektorientierte, plattformunabhängige Entwicklungsumgebung für Windows und Mac OS. Die Firma wurde umbenannt in Omnis Software.
  • 1999 wurde der Omnis Web Client oder "Thin Client" eingeführt. Damit konnten aufwendige Oberflächen für das Internet programmiert werden.
  • 1999 wurde Omnis Studio für Linux eingeführt. Damit wurde Omnis eines der ersten RAD Werkzeuge die für Linux, Mac und Windows verfügbar waren.
  • 2000 Omnis Studio Version 3 wurde eingeführt. Im gleichen Jahr fusionierte Omnis Software mit PICK Systems. Daraus entstandt Raining Data Corporation.
  • 2004 Omnis Studio Version 4 brachte jetzt Unterstützung für MySQL, JDBC und Java Objekte.
  • 2005 Omnis Studio Version 4.1 unterstützt Unicode.
  • 2006 Omnis Studio Version 4.2 mit Unterstützung von Web Services und Mac Intel Computern (native).
  • 2007 Omnis Studio Version 4.3 mit erweitertem Plattform-Support für Windows Vista und Mac OS 10.5 (Leopard), außerdem mit .Net Interface und erweitertem Version Control System, Verbesserungen unter Linux im Font Handling und UI Elementen, unterstützt jetzt auch CUPS. Neuer Windows Installer für den WebClient für alle Browser.

3.  Verweise

Kategorie
Programmiersprachen, Programmentwicklung, Softwareentwicklung, Datenbank

Zuletzt geändert am 13.01.2008 13:23 Uhr von Walljet (1 Besuche)

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