ImgPopUpFct('','vpc_klein.gif') <div id=softwarerahmen> Name: Virtual PC
Hersteller: Microsoft
Webseite: http://www.microsoft.com/germany/mac/virtualpc/
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Beschreibung

Virtual PC gibt es in zwei Varianten: Für den Mac (PowerPC-CPU) und für Windows (x86-CPU). Erste Variante für MacOS emuliert zur Zeit noch die komplette Hardware eines x86 Rechners, so dass x86-Betriebsysteme (Windows, Linux, OS/2, BeOS ... ) und -Programme ausgeführt werden können. Die Windows-Variante hingegen stellt keine Emulation dar sondern eine Virtualisierungstechnik in Form einer virtuellen Maschine (ähnlich VMWare oder Xen), bei der bedingt durch identische CPU in Wirts- und Gast-System die aufwändige Emulation des Prozessors unterbleiben kann und damit deutlich mehr Performance im Gast-System ankommt.

Nach dem Schwenk Apples hin zu Intel-Prozessoren gab Microsoft die komplette Neuentwicklung von Virtual PC für Intel Prozessoren bekannt, die dann ebenfalls als virtuelle Maschine und nicht mehr Emulator agieren und eine im Vergleich zu heute drastisch gestiegene Performance mitbringen könnte, da Betriebsysteme und Anwendungen innerhalb der virtuellen Maschine im Normalfall mit 75%-95% der Geschwindigkeit der "nackten Hardware" des Wirtsystems arbeiten können. Die letzten Meldungen der Mac BU sprechen von einem Release zum Ende 2006.
Die aktuelle Version 7.x von Virtual PC für PowerPC läuft nicht unter Rosetta auf Rechnern mit Intel Prozessoren.

Zu den Features der MacOS X Version gehören:

  • Freigeben von OS X Laufwerken
  • Nutzen der Netzwerkverbindung von OS X
  • Direktes Ansprechen von USB Peripherie
  • Dynamische Größenänderung der Festplattenimages
  • Aktive Windowsprogramme erscheinen im OS X Dock
  • Drag und Drop von Dateien zwischen Mac OS X und Windows
  • Verwendung von verschiedenen Systemen simultan (z.B. Windows 95 und 98, etc.)

Q&A

F: Q: Läuft VirtualPC auf meinem G5? A: Auf Grund des Wegfalls einer bisher bei allen PowerPC-Prozessoren implementierten Instruktion für den Wechsel der Byte-Order beim G5 (vgl. Byteorder) und damit notwendig gewordenen massiveren Umbauarbeiten am VirtualPC-Code unterstützt erst Version 7 die Rechner mit G5 Prozessor(en).

F: Q: Laufen ältere Versionen von Connectix noch unter 10.4? A: Ja, VirtualPC 5.0.4 und 6 laufen auf G3 und G4 Prozessoren auch unter 10.4.

F: Q: Kann ich mit VirtualPC Spiele spielen? A: Da die Rechenleistung schon für VirtualPC verwendet werden muss, kann man höchstens ältere Spiele spielen. An Ego-Shooter oder ähnliches ist nicht zu denken. Selbst Counterstrike, als alter Ego-Shooter, war auf der geringsten Auflösung auf einem iMac G4 1,25Ghz nicht spielbar. Das könnte sich in Zukunft aber ändern, da an einer Unterstützung für "native Grafikkarten" gearbeitet wird.

Historie

Die Entwicklung der ursprünglich nur für den Mac/PowerPC gedachten Virtual PC Version wurde 1995 bei Connectix begonnen und später unter Leitung von Eric Traut fortgesetzt (jener zeichnete vorher bei Apple Computer maßgeblich für die Entwicklung des 68k-Emulators für PowerPC verantwortlich). Mitte 1997 erschien dann die erste käufliche Version, die mit dem damals schon länger erhältlichen Emulator SoftWindows konkurrieren musste und dieses Duell auch mit den Jahren aufgrund technischer Überlegenheit gewann.

Parallel zu dem PC-Emulator für den Mac entwickelte Connectix später eine ebenfalls Virtual PC getaufte Virtualisierungslösung für Windows, die sich dort der bereits etablierten Konkurrenz VMWare stellen sollte.

2003 schließlich übernahm Microsoft beide Produktlinien und hatte dabei unter Windows den Ausbau von Virtual PC zu einer vor allem auf den Serverraum zielenden eigenen Virtualisierungslösung namens Virtual Server im Sinn. Zum anderen kam die x86-Emulation der PowerPC- also Mac-Version gerade richtig, um den Prozessorwechsel in der Spielekonsole XBox2 zu begleiten. Die Virtual PC-Emulationstechnologie dient heute dazu, in der XBox2 alte XBox-Spiele zu emulieren, die einen x86-Prozessor benötigen.

Ausblick

Wie sich die Situation nach dem Intel-Schwenk auf dem Mac hinsichtlich gleichzeitigem, parallelen Einsatz von Windows oder anderen PC-Betriebsystemen darstellen wird, steht zur Zeit in den Sternen. Wünschenswert wäre in jedem Fall der Ersatz von Emulations- durch Virtualisierungstechnologie. Inwieweit überhaupt noch Bedarf für kommerzielle Lösungen wie Virtual PC bestehen wird, kann man erst sagen, wenn geklärt ist, ob Apple x86-CPUs mit Intels Vanderpool-Technologie verbauen wird und bis dahin auch schon Xen 3.0 an den Darwin-Kernel angepaßt ist. Wäre dem der Fall, so könnten Dank OpenSource-Virtualisierungs-Technologie und Hardware-Unterstützung nahezu beliebige x86-basierte Betriebsysteme parallel bzw. gleichzeitig mit Mac OS X auf Intel-basierten Macs laufen.

Kategorien

BetriebssystemEmulation


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Zuletzt geändert am 08.04.2006 10:25 Uhr von Schlaefer (1 Besuche)

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